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NEWSFLASH • 04.06.2026

ICE, Ukraine, AfD, Polizei | FPA

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USA: ICE-Einsätze, Trump und der Ausblick auf die Midterms

Die US-Einwanderungsbehörde ICE setzt ihre landesweiten Razzien unter Präsident Donald Trump fort. Laut einer Studie des National Bureau of Economic Research wirken sich die Einsätze inzwischen auch auf den Arbeitsmarkt aus: Sowohl bei Einwanderern ohne Aufenthaltsstatus als auch bei US-amerikanischen Arbeitnehmern ohne Hochschulabschluss ist ein Rückgang der Beschäftigung festzustellen. Besonders betroffen sind landwirtschaftliche Betriebe, etwa in Washington State, wo Farmbesitzer trotz früherer Trump-Unterstützung die Abschiebung qualifizierter Saisonarbeiter kritisieren.

Politisch steht Trump unter Druck: Laut aktuellen Umfragen von Ipsos und Reuters liegt seine Zustimmungsrate bei rund 40 Prozent – ein Rückgang von etwa 20 Punkten. Bei den Midterm Elections am 3. November 2026 stehen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus sowie 35 Senatssitze zur Wahl. Aktuelle Generic-Ballot-Umfragen zeigen einen Vorsprung der Demokraten von rund sechs Prozentpunkten. Historisch verliert die Partei des amtierenden Präsidenten bei Midterms regelmäßig Sitze.


Ukraine: Drohnenangriff auf St. Petersburg – Auswirkungen auf die russische Bevölkerung

Am 3. Juni 2026 griffen ukrainische Drohnen St. Petersburg an und setzten ein Ölterminal in Brand – zeitgleich mit der Eröffnung des Internationalen Wirtschaftsforums (IWF), einem Prestigeprojekt des Kremls. Präsident Selenskyj bestätigte zudem den Beschuss einer Rüstungsfabrik in der Oblast Tambow.

Für die russische Zivilbevölkerung verdeutlichen derartige Angriffe die zunehmende Reichweite ukrainischer Drohnen. Wirtschaftliche Folgen wie steigende Energiepreise und Versorgungsengpässe werden spürbar. Gleichzeitig berichtet die russische Staatsführung von wachsendem Unmut unter Oligarchen und Unternehmern vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Belastungen durch den Krieg. NATO-Generalsekretär Mark Rutte bezeichnete Russland bei seinem Kiew-Besuch als „zunehmend verzweifelt“.


AfD reist nach Russland – Umfragewerte und politische Folgen

Mehrere AfD-Abgeordnete nahmen am Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg teil und verteidigten ihre Teilnahme öffentlich. Sachsens AfD-Chef Jörg Urban erklärte gegenüber dem Magazin „Politico“, man wolle helfen, verloren gegangenes Vertrauen zwischen Russland und Deutschland wieder aufzubauen. Bundestagsabgeordneter Steffen Kotré bezeichnete die Darstellung Russlands als Bedrohung als „völlig aus der Luft gegriffen“. Europapolitiker Petr Bystron kritisierte die Sanktionspolitik der Bundesregierung.

Laut aktuellem ZDF-Politbarometer (Erhebung 19.–21. Mai 2026) kommt die AfD auf 19 Prozent. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung sehen eine zu große Nähe der Partei zur russischen Führung – unter AfD-Wählern teilen diese Einschätzung jedoch nur zehn Prozent. CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter warf der AfD vor, sich zum „Instrument im hybriden Krieg gegen Deutschland und Europa“ zu machen.


Polizeireport Deutschland: Bundespolizei und Zoll

Die Bundespolizei führte Ende Mai 2026 einen bundesweiten Schwerpunkteinsatz an 50 Bahnhöfen durch. Am Frankfurter Flughafen wurde am 1. Juni ein indischer Staatsangehöriger zurückgewiesen, der mit einem gefälschten Arbeitsvertrag die Einreise anstrebte. An der Grenzkontrollstelle Zittau wurden bei einem Einreisenden zwei verbotene Waffen sichergestellt – ein Teleskopschlagstock und ein Springmesser.

In Frankfurt wurde am 2. Juni ein älteres Ehepaar Opfer eines Trickdiebs: Ein Unbekannter gab sich als Mitarbeiter der Wasserwerke aus und entwendete vier hochwertige Uhren. Die Polizei sucht Zeugen. In Leipzig nahm die Bundespolizei einen per Haftbefehl gesuchten Mann am Hauptbahnhof fest. Das Zollfahndungsamt Dresden vermeldete für 2025 weiterhin hohe Fallzahlen bei Betäubungsmitteldelikten und Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz.


Quellen