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NEWSFLASH • 07.05.2026

Gino F. packt aus

Gino F. packt aus

Der Prozesstag im Mordfall: Haunstetten fing an wie üblich. Es wurden Zeugen gehört und Tonaufnahmen vorgespielt. Doch als die Schwester des Angeklagten, Celina F., aussagte, durchbrach sie offenbar Gino F.'s Schweigen endgültig, wohl auch auf die lange Beratung durch Gino's Anwälte.

Die Aussage von Gino F.: (vorläufig)

Die folgende Darstellung basiert auf den Angaben von G.F. bezüglich der Ereignisse um den 19.05.2025 und die anschließende Tat in Haunstetten.


1. Tatplanung und Anwerbung

Am Mittag des 19.05.2025 wurde G.F. von C.S. abgeholt. C.S. beklagte, dass seine Ex-Partnerin Nina ihm die Kinder entziehen wolle, und forderte G.F. auf, sie einzuschüchtern. Trotz anfänglicher Ablehnung ließ C.S. nicht locker und bot G.F. Geld für Sachbeschädigungen und Schmierereien an der Wohnung von N.H. an.

  • Vorbereitung: C.S. zerstörte G.F.s Handy und warf es aus dem Fenster, um Spuren zu verwischen.

  • Auftrag: G.F. sollte für 500 € gegen 23:30 Uhr „Schmiere stehen“, die Umgebung auf Kameras prüfen und die Drohung „Tim ich will mein Geld“ an die Wand sprühen, um Angst zu schüren.

2. Waffenbeschaffung und Ausrüstung

Die Tatwaffe wurde laut G.F. von Harald B. organisiert.

  • Übergabe: H.B. lieferte die Waffe (in Stoff und Strümpfe gewickelt) an G.F. und erhielt dafür von zwischen 400 € und 600 €.

  • Tarnung: C.S. war am Tatabend komplett schwarz gekleidet und nutzte ein T-Shirt als Maske. Er nutzte einen geliehenen silbernen Mercedes von einem „Herrn K.“.

3. Die Tatnacht

G.F. positionierte sich wie vereinbart am Haus. Er bestätigt, dass er nicht im Gebäude war, jedoch über das Ausmaß der geplanten Beschädigungen an der Wohnungstür informiert war.

  • Der Schuss: C.S. rannte in das Haus, woraufhin Schüsse fielen.

  • Flucht: C.S. kam heraus, drückte G.F. die Waffe in die Hand und drohte ihm: Falls er rede, würden seine Geschwister getötet.

  • Spurenbeseitigung: G.F. entsorgte die Waffe in einem Bach und seine eigenen Sportschuhe in der Nacht. Er betont, dass die sichergestellte Kleidung nicht ihm gehöre.

4. Motive und Hintergründe

  • C.S.: Er weigerte sich, den regulären Rechtsweg im Familienstreit zu gehen. Laut G.F. ist C.S. bereit, Leben zu ruinieren, um seinen Willen durchzusetzen. Er finanzierte G.F.s Lebensunterhalt und drängte ihn zu einem Umzug nach Augsburg.

  • G.F.: Sein Verhältnis zum Opfer (N.H.) war neutral. Er schwieg lange Zeit aus massiver Angst um seine Geschwister, die auch von einer Person namens Ecker bedroht worden sein sollen. Erst nach anwaltlicher Beratung und unter dem Eindruck der Gefährdung seiner Familie entschloss er sich zur Aussage.


Kernpunkte der Einlassung

G.F. stellt sich als Gehilfe dar, der unter finanziellem Druck und massiver Einschüchterung handelte, während er C.S. als den treibenden Drahtzieher und Schützen identifiziert.